Karate-Budo-Torgelow e.V. - Herzlich Willkommen auf unserer Homepage
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Traditioneller Weg des Shotokan-Karate

kara-te-do

Im Karate do steht nicht der Sieg im Vordergrund. Das Training gilt in erster Linie der inneren Einstellung zum Kampf. Mit der inneren Einstellung, der geistigen Entwicklung und dem körperlichen Übungen erreicht der Karateka eine Haltung tiefer innerer Kraft. Er ist sich seiner Fähigkeiten bewusst, dass die erste eingesetzte Technik tödlich enden kann bzw. muss. Das ganze Training ist auf die geistige Kraft, Anspannung und Technik ausgelegt, einen Gegner mit einem Schlag zu bezwingen. Seine innere Einstellung zum Kampf und seine Charakterbildung im Laufe der Kampfkunstlehre werden den Karateka allerdings genau davon fernhalten.


Dojokun

In allen traditionellen Kampfkünsten gibt es die Dojokun. Dies sind Regeln für den Umgang mit sich selbst und mit anderen. Wird eine asiatische Kampfkunst mit Überzeugung, Herz und innerer Hingabe ausgeübt, kann sie uns helfen, unseren Charakter zu entwickeln. Das Training kann den Anstoß geben, unser Leben neu zu überdenken. Für jeden, der ernsthaft Budo betreibt, ist das Dojo eine Stätte der Meditation und Konzentration, ein geehrter Ort des Lernens, der Freundschaft und des Respektes. Die Dojokun definieren Grundregeln für eine harmonische Entwicklung.

Charakter, Aufrichtigkeit, Bemühen, Höflichkeit, Selbstkontrolle

Hitotsu! Jinkaku Kansei ni Tsutomuru Koto. "Es ist wichtig, nach der Vervollkommnung deines Charakters zu streben." Hitotsu! Makoto no Michi o Mamoru Koto. "Es ist wichtig, dass du in Redlichkeit, Ehrlichkeit und Treue den Weg verteidigst." Hitotsu! Doryoku no Seishin o Yashinau Koto. "Es ist wichtig, dass du die Bemühungen um die richtige Geisteshaltung pflegst." Hitotsu! Reigi o Omonzuru Koto. "Es ist wichtig, auf Respekt, Anstand und Höflichkeit größtes Gewicht zu legen." Hitotsu! Kekki no Yu o Imashimuru Koto. "Es ist wichtig, die Kampfbereitschaft und den ungestümen Mut zu zügeln."


Shoto-Nijukun

Meister Gichin Funakoshi
Meister Gichin Funakoshi

“Shotos zwanzig Leitsätze” hinterließ Meister Gichin Funakoshi seinen Schülern als Anleitung für das richtige Verständnis des Karatetrainings. Aus ihnen geht auch hervor, das der spirituelle Aspekt des Karate genauso wichtig ist, wie der technische. Für einen Meister sind Karate und das Leben untrennbar miteinander verbunden. Jede alltägliche Handlung spiegelt die geistige Verfassung eines Menschen wider und jede alltägliche Handlung kann als bewusste Übung genutzt werden.


1. Karate do wa rei ni hajimari,
rei ni owaru koto wo wasuruna


Karate Do beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.


2. Karate ni sente nashi

Im Karate macht man nicht die erste Bewegung.


3. Karate wa gi no tasuke

Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.


4. Mazu jiko wo shire, shikoshite tao wa shire

Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.


5. Gijutsu yoi shinjutsu

Intuition ist wichtiger als Technik.


6. Kokoro wa hanatan koko wo yosu

Lerne erst deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn erst danach.


7. Wazawai wa getai ni shozu

Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.


8. Dojo nomino Karate to omou na

Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.


9. Karate no shugyo wa issho de aru

Karate üben heißt, ein Leben lang zu arbeiten; darin gibt es keine Grenzen.


10. Arai yuru mono wo Karate ka seyo,
soko ni myo mi ari


Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.


11. Karate wa yu no goto shi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru

Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht beständig erwärmst.


12. Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo

Denke nicht ans Gewinnen, sondern denke darüber nach, wie du nicht verlierst.


13. Tekki ni yotte tenka seyo

Verändere deine Verteidigung gegenüber dem Feind.


14. Tattakai wa kyo jitsu no soju ikan ni ari

Der Kampf wird von deiner Fähigkeit, mit “unbewacht” und “bewacht” umzugehen, bestimmt.


15. Hito no te ashi wo ken to omore

Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.


16. Danshi mon wo izureba hyakuman no tekki ari

Wenn du den Ort verlässt, an dem du zuhause bist, machst du
dir zahlreiche Feinde. Mit solchem Verhalten schaffst du dir Ärger.


17. Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai

Die Haltung des Anfängers muss frei sein von eigenen Urteilen, damit er später ein natürliches Verständnis gewinnt.


18. Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono

Die Kata darf nicht verändert werden. Im Kampf gilt das Gegenteil.


19. Chikara no kyojaku, Karatda no shinshuku, Waza no kankyu wo wasaruna

Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der rechten Atmung.


20. Tsune ni shinen kufu seyo

Erinnere dich und denke immer an Kufu - lebe die Vorschriften jeden Tag.


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